Mein neues Kite-Motto [de]

Nachdem mein letzter Kite-Trip ein ziemliches Desaster war, habe ich diese Woche einen neuen Anlauf gewagt. Bisher ist er diesem Motto treu geblieben:

Besser als erwartet, schlechter als erhofft.

Montag, SPO

Recht weit im Norden, zwischen FKK- und Hundestrand. Viel zu kalter Wind für Ende Juni, obwohl ich erst mittags ans Meer komme. Aber immerhin um die 14 Knoten von Westen und nicht zu böig. Dafür etwas Welle, maximal 1 Meter. Zwischendrin bildet sich in kleinen Prielen ein bisschen Flachwasser, dies ändert sich aber ständig mit den Gezeiten.

War sehr lange nicht mehr in Wellen Kiten und habe ein bisschen Bammel. Aber Wind ist side-on und am Strand ist viel Platz, kann also wenig schief gehen. Richtung Norden muss man ein bisschen Höhe laufen um vom Strand weg zu bleiben. Dafür stören die Wellen in Strandnähe kaum. Ab und zu muss ich zu Fuß ein paar Meter weiter ins Meer.

Richtung Süden kann man es sich aussuchen: entweder in Strandnähe leicht wind ab im flachen rum-cruisen, oder ein bisschen Höhe laufen und mit größeren Wellen kämpfen. Das macht zwar ziemlich Spaß, aber ab und zu bleibe ich hängen und verliere mein Brett. Es zurück zu holen ist kraftraubend. Selbst weiter draußen brechen die Wellen hier und da. Entschließe mich daher eher in Strandnähe zu bleiben. Alles in allem, komme ich gut zum Fahren, ist aber noch ausbaufähig.

Dienstag, Fehmarn

Generell ist weniger Wind vorausgesagt. Im Osten sieht es aber ein wenig besser aus als in SPO. In der Ostsee sind die Wellen tendenziell kleiner als in der Nordsee. Außerdem gibt es viele geschützte Buchten mit Stehrevieren.

So zum Beispiel an zahlreichen Spot auf Fehmarn. Nach 3 Stunden Autofahrt komme ich gegen Mittag in Lemkenhafen an. Leider habe ich das Beste schon verpasst. Nur noch ca. 11 Knoten Wind und nur noch ein paar große Schirme (meist 15m2) und große Bretter auf dem Wasser. Ich selbst habe maximal einen 12m2 Schirm und ein 146cm Brett (und wiege immer noch fast 100kg).

Ich baue trotzdem auf und versuche mein Glück. Schon beim Start (bei side-shore, vom Deich) spüre ich kaum Kraft im Schirm. Nach etwas Kurbeln komme ich aber ins gleiten und kann eine Zeit lang gut Höhe halten. Draußen ist auch ein bisschen mehr Wind. Leider mache ich nach der Wende den Fehler zu nahe zum Ufer zurückzufahren. Beim nächsten Schlag erwische ich den Wind nicht richtig und falle ab. Komme immerhin noch zum Deich zurück. Lande per Auslösung im hüfttiefen Wasser und mache Selbstrettung.

Ein weiterer Versuch lohnt nicht: der Wind wird noch weniger. Alles in allem, komme ich zumindest ein bisschen zum Fahren, ist aber noch sehr ausbaufähig. Für die nächsten 2 Tage ist Flaute vorhergesagt, aber am Freitag könnte was gehen.